©Heimatlos(er)
Im Verlauf der letzten 30 Jahre haben sich in der Neuen Neustadt Menschengruppen gebildet, die kaum miteinander Kontakt aufnehmen, aber alle sind durch ein gemein- sames Lebensgefühl vereint: Sie fühlen sich heimatlos und im gleichen Atemzug nicht zugehörig zur Gesellschaft: Es sind Kurden, Syrer, Afghanen, Türken, Ukrainer, Palästinenser, Juden, Roma, Rumänen, Bulgaren, Menschen aus allen Teilen der Welt, die nie wirklich in Deutschland angekommen sind.
Es sind Menschen, die oft durch Konflikte in ihren Heimatländern Armut, Krieg und Gewalt erfahren haben und sich auch in Deutschland ablehnend gegenüberstehen. Viele Deutsche kommen mit der starken Zuwanderung nicht klar, hinzu kommt, dass gerade im Osten sich seit dem Mauerfall mancher in einer Identitätskrise befindet.
Hier greift das Theaterprojekt „Heimatlos(er) an. Das Konzept stammt von Georg Genoux und Anastasia Tarkhanova und möchte neue Perspektiven eröffnen. Beide sehen großes Potential darin, für und mit Menschen Theater zu machen, die sonst nie auf der Bühne stehen, die aber eine ungewöhnliche Lebensgeschichte haben, durch deren Erzählung sie sich und anderen Menschen große Würde verschaffen können.
Heimatlos(er) wird eine musikalische Theaterinszenierung, die durch das Besingen des Heimatverlusts erste Perspektiven für eine neue Heimat schafft – zumindest für einen gemeinsamen Abend auf der Bühne. Mit viel Humor und Selbstironie wird auf der Bühne nach eben dieser neuen Heimat geforscht. Dabei werden die Geschichten von Menschen aus der Neustadt erzählt: von ihren Begegnungen, Erlebnissen und Ideen, wie eine neue Heimat entstehen kann, wenn es die alte nicht mehr zu geben scheint.
© Engelhardt
Kulturzentrum Moritzhof
Moritzplatz 1, 39124 Magdeburg
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