© Hengstmanns
Vier Lieder und dazwischen das gesprochene Wort: Tobias & Sebastian Hengstmann
Im November 2003 präsentierten Tobias und Sebastian Hengstmann ihr erstes Brüderprogramm: „Bruder schafft“, damals noch als Gäste in der Zwickmühle. Lang ist es her! Fünf Jahre später, 2008, gründeten sie ihr Kabarett „nach Hengstmanns“. Ihr mittlerweile 21. Brüderprogramm heißt „Dann eben nicht“. Das klingt nach Rückzug und Resignation, ist es aber nicht, sondern Kampfansage hengstmannscher Art, und die hat sich in den 23 Jahren selbstverständlich modifiziert. Politisches Kabarett entwickelten sie zu politischer Stand-up-Comedy. Einst schrieben die Brüder gemeinsam an einer Nummer, die sie dann, meist unter der Regie von Vater Frank, probten und auf der Bühne präsentierten. Im Lauf der Jahre nahmen improvisierte Dialoge und Publikumsnähe zu.
Heute schreiben sie gar nicht mehr. Sie probieren, recherchieren, testen, spielen, informieren sich, dialogisieren und schaffen so beständige Aktualität. Zwischen Premiere eines Programms und dessen letzter Aufführung geschehen regelrechte Veränderungen und gar Umwälzungen entsprechend den aktuell politischen Ereignissen. Dennoch dominiert formal eine klare Struktur, die auch für „Dann eben nicht“ gilt: jeweils vier neue Lieder, zu Beginn, zur Pause, nach der Pause und ein Schlusslied. Seit längerem lesen die Hengstmänner auch Texte aus einem der zwei Bücher, die sie bislang veröffentlicht haben. Thematisch vernachlässigen sie dieses Mal Trump. Sie beschäftigen sich stattdessen mit der nächsten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und mit den möglichen Auswirkungen/Verwerfungen, die eine AfD als Regierungspartei bringen könnte. Ihr visionär anmutendes Credo zum Gegenstand lautet: „Wählen Sie eine Partei, die Sie wieder abwählen können!“
© Hengstmanns
Kabarett „... nach Hengstmanns“
Breiter Weg 37, 39104 Magdeburg
Kassenöffnungszeiten: Di-Fr 10-17 Uhr
Moderate

