© Kerstin Schomburg
„Schrei so laut du kannst"
Grauer Alltag, nervige Eltern, Schultrott, die Sehnsucht nach mehr und ein Zufall treiben vier Jugendliche aus Sülzetal dazu, die Band „Sorry, Nein!“ zu gründen. Als der fadenscheinige Producer Rainer Zaster auf sie aufmerksam wird, erleben sie plötzlichen Ruhm und steigen vom trüben Licht kleinen Dorfbühnen hinauf ins grelle Rampenlicht. Mit dem Erfolg kommen allerdings auch Schattenseiten dazu. Druck durch das Management, Hater und persönliche Konflikte treffen die Bandmitglieder im echten Leben und im Netz. Die Mitglieder, bestehend aus den Zwillingen Timmi und Änn, ihrer beliebten Schulfreundin Georgina und dem Rowdy mit weichem Kern Zachi möchten sich aber nicht verbiegen lassen.
Inspiriert von Tokio Hotel erzählt das serienartige Bühnenstück vom Scheitern, von Mut zur eigenen Identität, Träumen und Sichtbarkeit. Die Band Sorry, Nein! Kehrt jedoch am Ende bewusst nach Sülzetal zurück. „Der Wunsch auszubrechen, muss nicht zwingend geografisch sein, sondern kann heißen: „Ich möchte über mich selbst hinauswachsen“, definiert Juli Mahad Carly.
Carly ist bekannt für preisnominierte und jugendnahe Inszenierungen, engagiert sich in einem Musical-Verein und wollte schon immer eine eigene Band gründen. Seine selbstgeschriebene Musik bewegt sich stilistisch zwischen Metal, Pop und Punk, wird durch emotionale Balladen mit E-Gitarre und Live-Gesang ergänzt. Besonders die Anfangszeit von Tokio Hotel und der Song „Schrei“, der inzwischen 20 Jahre alt ist, haben Carly geprägt: „Als Projektionsfläche für Außenseiter und gleichzeitig als gefeierte Popstars nimmt die Band noch immer eine besondere Rolle im Musikgeschehen ein.“
Zur Premiere von: „Schrei so laut du kannst“
© Nicole Eggeling
Schauspielhaus/Theater Magdeburg
Otto-von-Guericke-Straße 64, 39104 Magdeburg
Theaterkasse: eine Stunde vor Vorstellungsbeginn


