© Luna Zscharnt/Marcella Ruiz-Cruz
Nina von Mechow und Korbinian Schmidt
Die Gestaltung der Bühne und ihre Wirkung, die sie das Publikum hat, bleibt meist eine unbeachtete Seite von künstlerischen Theater-Prozessen. Bühnenbildner stehen selten im Rampenlicht, dabei sind sie für jede Inszenierung unverzichtbar. Sie schaffen Räume, die die Erzählung auf eine neue Ebene heben. Um solcherart Arbeit sichtbar zu machen, wurde 2022/2023 von der neuen Schauspieldirektion die „Kosmos“-Reihe ins Leben gerufen.
Mit der Vortragsreihe „Architekturen des Augenblicks“ thematisiert die Reihe in dieser Spielzeit die Arbeit von Szenografen. Beim zweiten von drei Terminen erzählen die Bühnen- und Kostümbildnerin Nina von Mechow, Professorin für Bühnenbild in Wien, und der Bühnengestalter Korbinian Schmidt von ihren Herangehensweisen an die Gestaltung von Theaterräumen. Nina von Mechow war bereits im ersten Jahr der Reihe mit einem Projekt eingeladen. Im zweiten Jahr wurde mit Studierenden der Kunsthochschule Dresden gearbeitet, im dritten Jahr entstand eine Kafka-Inszenierung durch Vanessa Rust.
Clemens Leander ist Teil der Schauspieldirektion, erfahrener Kostümbildner und moderiert die diesjährige Reihe. „Im traditionellen Theater werden normalerweise Regisseure gesucht, die ein Stück umsetzen. Wir hingegen möchten bewusst neue Wege gehen und Künstler aus anderen Bereichen des Theaterkontexts einbeziehen“, erklärt er. „Kosmos“ sei wie ein Labor, um innovative Produktionsmethoden zu entwickeln. Diese künstlerische Freiheit und Experimentierfreude ziehen sich als roter Faden durch die Reihe.
© Nicole Eggeling
Schauspielhaus/Theater Magdeburg
Otto-von-Guericke-Straße 64, 39104 Magdeburg
Theaterkasse: eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

