© McQueen Films
„Until we Talk“ – Doku über eine ungewöhnliche Freundschaft
Rami Elhanans Tochter wird in West-Jerusalem durch die Bombe eines palästinensischen Selbstmordattentäters getötet. Als der trauernde Vater auf den Palästinenser Bassam Aramin trifft, entsteht eine scheinbar unwahrscheinliche Freundschaft zwischen den beiden Männern. Zehn Jahre später wird Bassams zehnjährige Tochter von einem israelischen Grenzpolizisten erschossen. Doch die Verbindung der Männer ist stark und hält dem erneuten Schicksalsschlag stand. Die beiden setzen sich weiterhin unermüdlich für Dialog und Versöhnung ein. Der Dokumentarfilm „Until We Talk“ erzählt vom Wirken der beiden Freunde in einer NGO. Diese bringt über 800 israelische und palästinensische Menschen zusammen, die nahe Familienangehörige verloren haben und gemeinsam Wege der Verständigung suchen.
Verständigung, Versöhnung und Dialog bilden den Brennpunkt, in welchem 2025 viele Veranstaltungen der 18. „Tage der jüdischen Kultur“ stehen – nicht nur zum Nahostkonflikt.
In seinem Roman „Russische Spezialitäten“ erzählt Dimitrij Kapitelman von einem osteuropäischen Zusammengehörigkeitsgefühl, das seit dem russischen Angriff auf die Ukraine verschwunden ist. Der gebürtige Hesse Markus Langner reiste 2017 erstmals nach Auschwitz. Jahre später hielt er in seinem Text „Von Auschwitz lernen“ zehn Lektionen für die Ewigkeit fest.
In einem Programm, das komplexe Fragen unserer Zeit mit verschiedenen Perspektiven zu beantworten versucht, wird nicht vergessen, an vielen Orten jüdische Kultur zu feiern. Die Musik des Daniel Weltlinger Quartetts basiert auf Elementen aus Klezmer, osteuropäischer Volksmusik, Jazz und freier Improvisation. Tobias Rank hingegen vertont Gedichte von Thomas Brasch, Hannah Arendt und Hans-Eckardt Wenzel. In der Neuen Synagoge Magdeburg findet das Live-Koch-Projekt „Ein Rezept – tausend Geschichten“ via Zoom mit unserer Partnerstadt Kirjat Motzkin statt.
Zur Veranstaltung: 18. Tage der jüdischen Kultur (bis zum 12. Dezember) Forum Gestaltung und Neue Synagoge
Forum Gestaltung
Brandenburger Straße 9-10, 39104 Magdeburg
Ausstellungen: Mi bis So, 14 bis 18 Uhr und bei Veranstaltungen


