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Ethiktag der Magdeburger Universitätsmedizin
KI hält rasant Einzug in die Medizin, was bei vielen für gemischte Gefühle sorgt. Es eröffnen sich einerseits ungeahnte Chancen für präzise Diagnostik sowie effiziente und patientenzentrierte Therapie. Gleichzeitig stellen sich drängende ethische Fragen. Mit vier Fachvorträgen und einer Podiumsdiskussion sollen einige Facetten dieser Thematik beim 11. Ethiktag der Universitätsmedizin Magdeburg in den Mittelpunkt gerückt werden.
Die Illusion, dass Maschinen perfekt seien, etablierte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts und ist bis heute wirkmächtig. Damit einher ging die Vorstellung, dass sie den fehlerhaften Menschen überlegen sei. Auch gegenwärtige KI verspricht, „besser“ zu sein als Menschen. Allerdings machen wir täglich die Erfahrung, dass sie fehlerhaft ist. Sie halluziniert, macht falsche Aussagen und ist in vielerlei Hinsicht von Verzerrungen (bias) geprägt. Der Vortrag von Prof. Dr. Martina Heßler nimmt das Mensch-Maschinen-Verhältnis aus der Perspektive von Fehlern in den Blick. Prof. Dr. Arne Manzeschke schlägt eine andere Richtung ein und fragt „Mit wem wollen wir es zu tun haben?“ In seinem Vortrag geht es um Robotik in der Medizin.
Zum Abschluss wird noch zu einer Filmvorführung in den Studentenclub Kiste geladen. „Ich bin dein Mensch“ ist eine melancholische Komödie aus dem Jahr 2021. Um an Forschungsgelder für ihre Arbeit zu kommen, lässt sich eine Wissenschaftlerin zur Teilnahme an einer Studie überreden. Drei Wochen lang soll sie mit einem ganz ihre Bedürfnisse zugeschnittenen humanoiden Roboter zusammenleben, dessen künstliche Intelligenz darauf angelegt ist, der perfekte Lebenspartner für sie zu sein.

