© Conrad Engelhardt
Campustower
Campustower der Otto-von-Guericke-Universität
Die verflixte Sonne ist schuld, kein Flugzeug, keine Massentierhaltung und keine Rodung im Regenwald. Diese verdrehte Sicht auf die Ursachen des Klimawandels wird von Rechtspopulisten gerne verbreitet, um politische Veränderungen zu verhindern und den Wählern eine vereinfachte Zukunft zu versprechen. Natürlich liegt Klimaschutz aber in den Händen der Menschheit und fängt beim eigenen Konsum an. Wer sich wirklich für Nachhaltigkeit einsetzen möchte, sorgt zudem dafür, dass die Politik am gleichen Strang zieht. Deshalb lautet das Motto der 13. Ökosozialen Hochschultage „Klima und Demokratie“.
Eine Woche lang geht die Otto-von-Guericke-Universität der Frage nach, wie diese beiden Komponenten sich beeinflussen. Um die Frage zu beantworten, sorgen wissenschaftliche Vorträge auf dem Uni-Campus für die Grundlage der Debatten. Luisa Girnus betont die Rolle des Aktivismus und Andreas Petrik bespricht, wie eben jener zu gesellschaftlichen Veränderungen führt. Außerdem sorgt Petrik für einen Überblick, welche Herausforderungen für Klimaschutz und Demokratie den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt prägen werden.
Neben dem Uni-Campus wird an Treffpunkten, verteilt auf die Stadt, zusammengefunden. Unter anderem gibt es „Straßenbahngespräche“ zum Stadtklima auf den Linien 6 und 9.Hier heißt es vor allem: Zuhören! Bei der Suche nach Lösungen für aktuelle Aufgaben wird statt verbissener Diskussionen auf gegenseitiges Verständnis gesetzt. Außerdem können Besucher bei Workshops direkt nachhaltiges Engagement erleben und sich für künftige Aktionenvernetzen.

