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Landeserntedankfest
Trockenheit und Hagel, Nässe und Kälte können die Ernte vernichten – das wussten unsere Vorfahren aus vorindustrieller Zeit nur zu genau. Heute gibt es zwar effiziente Technik, um Großfelder zu bewirtschaften, aber vierzig Grad und staubtrockene Böden sind auch für die moderne Landwirtschaft eine Herausforderung.
Der Erntedank in unserer Region ist christlichen Ursprungs und lässt sich bis ins 3. Jahrhundert zurückverfolgen. Es war und ist der Dank an Gott und Mutter Natur für die erfolgreich eingebrachte Ernte und damit die Absicherung der Nahrung für den langen Winter. Dieser Dank schwebt auch bei den modernen Erntedankfesten mit, gefeiert wird die Verbundenheit zur Natur, gern auch mit regionalen Köstlichkeiten vom Bauernmarkt. Zum Festprogramm gehören Tierschauen und verschiedene Pferdeshows, es gibt einen Wettbewerb für Erntekronen aus geflochtenem Stroh, Vorträge zu nachhaltiger Landwirtschaft und eine Schau zeigt landwirtschaftliche Technik vom Dreschflegel über den Harzer Stiftendrescher bis zum modernen Mähdrescher. Und an der Festbühne kann man zur Musik das Tanzbein schwingen. Schlussendlich gibt es am Sonntagmorgen einen Erntedankgottesdienst.
© Werner Klapper

