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Steinmetz Karsten
Es hat ihn vom ersten Moment an gefesselt – die Atmosphäre, das Spiel und die Darsteller. Der junge Nero will Schauspieler werden, es gelingt trotz aller Widrigkeiten und mit allen Schwierigkeiten. Der Magdeburger Autor Karsten Steinmetz begleitet Nero in seinem ersten Roman „Doppelspiel zu dritt“ durch sein turbulentes Leben. Dafür wählt er keine chronologische Reihenfolge. Sorgsam setzt er Episode an Episode aneinander. „Seine Lebensgeschichte hat verschiedene Phasen, mit denen er besser und mal schlechter klar kommt“, sagt Steinmetz. Eine kaputte Ehe und etliche Affären, Unfruchtbarkeit und der alltägliche Vorstellungswahnsinn ebnen den Weg des exzentrischen Schauspielers Nero. Dann entgleitet ihm die Grenze zwischen Realität und Fiktion auf der Bühne. Es kommt zu einem folgenschweren Versehen.
Für sein Romandebüt nahm sich Steinmetz Zeit, recherchierte viel, hörte zu. „Ich wollte erst meine eigene Sprache entwickeln.“ Noch zu Pionierzeiten des Café Centrals schrieb Karsten Steinmetz 2006 das erste Kapitel. „Es war mir nicht wichtig, meinen Erstling so jung wie möglich herauszubringen.“ Ein Regionalkrimi ist der Roman nicht geworden, sollte es auch nie. Die Geschichte war ihm wichtiger. Denn er möchte „Geschichten schreiben, die das Leben so noch nicht hat, die aber noch hinein passen.“
Karsten Steinmetz: Doppelspiel zu dritt, mdv, 122 Seiten, Buchpremiere, 22. Januar, 19 Uhr, Literaturhaus

