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Nicolaikirche
Einmal im Jahr begehen Städte und Gemeinden den „Tag der Städtebauförderung“. Kommunen nutzen die Gelegenheit, um ihre Projekte für die Öffentlichkeit zu öffnen und zu zeigen, wie Städtebauförderung vor Ort wirkt. Die Bürger erhalten Einblicke in aktuelle Planungen und bereits realisierte Maßnahmen. Gleichzeitig sind sie eingeladen, eigene Ideen für ihre Stadtteile einzubringen und die Entwicklung ihrer Quartiere aktiv mitzugestalten. So wird erlebbar, wie Städtebauförderung das Wohnumfeld verbessert, lebendige Stadtteilzentren schafft und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft stärkt.
Die Auftaktveranstaltung findet in der Neuen Neustadt statt. Anlass ist die Eröffnung des neugestalteten Nicolaiplatzes, der um 10:30 Uhr in Anwesenheit von Bundesbauministerin Verena Hubertz eröffnet wird. Moderiert von Stephan Michme startet parallel dazu auf dem Moritzplatz ein Bühnenprogramm mit Musik (13 Uhr: Manuel Richter, 16:45 Uhr: Ali Yazdani), Clownprogramm, Tanz und Gesprächsrunden u.a. mit der Bundesbauministerin, Landes-Ministerin Dr. Lydia Hüskens sowie Oberbürgermeisterin Simone Borris (11 Uhr auf der Bühne). Ergänzend präsentieren rund um den Moritzplatz Akteure aus dem Stadtteil sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung ihre Angebote an Informations- und Aktionsständen und laden zum Mitmachen ein.
Die Städtebauförderung ist seit 1971 eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen und das wichtigste Instrument der Stadtentwicklung in Deutschland. Sie unterstützt Investitionen in die Infrastruktur der Gemeinden und hilft dabei, sich an wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Veränderungen anzupassen. Mit den Programmen „Lebendige Zentren“ oder „Sozialer Zusammenhalt“ werden Impulse für zukunftsfähige Städte gesetzt.
Speziell Magdeburg kann auf eine erfolgreiche Städtebauförderung zurückblicken: binnen 35 Jahren sind 163 Millionen Euro an Bundesmitteln geflossen. Besonders im Stadtteil Neustadt wurden zahlreiche Projekte umgesetzt – darunter die Umgestaltung des Nicolaiplatzes, die denkmalgerechte Sanierung des Studiokinos oder die Einrichtung des Stadtteilmanagements. Aktuell geht es um die vom Architekturbüro Dr. Ribbert Saalmann Dehmel Architekten projektierte Erweiterung des Kinder- & Jugendhauses (KJH) „Knast“.

