© Robert Hirschmann
Love Music Festival
Seit dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt sind die Sicherheitsbedenken bei Großveranstaltungen seitens der lokalen Veranstalter gestiegen. Davon ist auch das Love Music Festival nicht ausgenommen. Das Gepäck aller Campingbesucher durch das Nadelöhr einer einzigen Schleuse zu kontrollieren, führte schon in den vergangenen Jahren zu langen Schlangen. Die Verantwortung, potentielle Gefahrenquellen auch dann nach bestem Wissen und Gewissen ausfindig zu machen, will Organisator Stevie T. 2026 nicht übernehmen. „An den Tageskassen ist das deutlich einfacher,“ sagt er. Deshalb verdichtet sich das LMF dieses Jahr zu einer „Day & Night Edition“ ohne Camping.
Ein weiterer Grund: Durch Musikstreaming sind Ticketverkäufe zur Haupteinnahmequelle für Acts geworden, was wiederum deren Gagen in die Höhe schießen lässt. Für Stevie T. ist jedoch klar: „Wir wollen bei bezahlbaren Karten bleiben“. Außerdem hat man mit Übernachtungsmöglichkeiten in der Innenstadt Rabatt-Pakete geschnürt, sodass auch Gäste von außerhalb günstig hierbleiben können.
„Nach 10 Jahren Love Music ist es an der Zeit für Veränderungen,“ findet Stevie. Er investiert in eine neue optische Aufmachung des Festivals und auch musikalisch soll der ein oder andere Change kommen. Zwar gibt es weiterhin Elektro auf der Seebühne und eine Hardtekk Stage. Allerdings wird es auf der Mainstage in neuem Gewand weniger Rap-lastig. Letztendlich ist Stevie T. optimistisch: „Ich bin mir sicher, wir werden auch das 20. Jubiläum groß feiern.“
© Werner Klapper

