© Dieter Klaas
Henryk M. Broder
Der Mann nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Sache geht. Schärfe, Polemik, Satire, Konsequenz und absolute Angstfreiheit sind Kennzeichen der Schriften von Henryk M. Broder, der mit seinem Bestseller „Hurra, wir kapitulieren“ die Haltung der Regierungen Europas gegenüber Islamisten, und die Selbstzensur der intellektuellen Linken Deutschlands gegenüber dem Islam scharf kritisiert. Eigentlich stammt Broder aus dem linken Milieu, bis er sich von diesem distanzierte. Heute gilt er primär als Islamkritiker, der aber auch keine Zurückhaltung hat, wenn es darum geht, etwa die deutsche Klima– oder Europapolitik anzugreifen.
In seinem Buch „Durchs irre Germanistan“ räumt der heute 78-jährige Broder mit dem sich im Land ausbreitenden „größenwahnsinnigen Moralismus, realitätsferne Illusionen, Angst vor der Freiheit, dazu eine Vollkasko-Mentalität und eine Wohlstandsverwahrlosung mit einer kräftigen Portion Geschichtsvergessenheit“ auf.
Längst sieht Broder, der einer jüdischen Handwerkerfamilie entstammt und im Nachkriegsjahr 1946 im schlesischen Katowice geboren wurde, die Meinungsfreiheit in Deutschland gefährdet, die er als Kern der Demokratie sieht und mit Bezug zum Islam stellt er die provozierende Frage, „ob Respekt, Rücksichtnahme und Toleranz die richtigen Mittel im Umgang mit Kulturen sind, die sich ihrerseits respektlos… verhielten“.
Wenn er jetzt zum Talk nach Magdeburg kommt, wird er von Liedermacher Edgar Weimann musikalisch begleitet: auf der Gitarre und mit Texten, die zum Nachdenken anregen, zum Schmunzeln einladen und auch kritisch hinterfragen.
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