© Viktoria Kühne
Telemann-Sommerfest
Mit dem diesjährigen Fokus auf Frankreich lädt das Fest dazu ein, die Musik Georg Philipp Telemanns neu zu entdecken – mit französischem Flair, lebendigen Klängen und sommerlicher Leichtigkeit. spielerisch, überraschend und mitten im Grünen.
Mit dem leidenschaftlichen Ausspruch „Je suis grand Partisan de la Musique Françoise“ bekannte Georg Philipp Telemann schon 1717 seine Liebe zur französischen Musik. 2026 nimmt das Telemann‑Sommerfest diesen Funken auf und entfacht daraus ein ganzes Feuerwerk französischer Lebenskunst. Unter dem Motto „Paris, mon amour“ – Telemann und Frankreich verwandeln sich der historische Klosterbergegarten und das Gesellschaftshaus für einen Tag in eine Bühne voller Eleganz, Esprit und kultureller Vielfalt.
Telemanns enge Verbindung zur französischen Musik und Kultur – von der Raffinesse der Tanzmusik bis hin zur Pracht des höfischen Lebens unter Ludwig XIV. – gab die Inspiration für das diesjährige Festival. Seine Reise nach Paris in den Jahren 1737/38, in die damalige „Hauptstadt der Musik“, wird zum Ausgangspunkt eines Programms, das die inspirierende Kraft Frankreichs auf Telemanns Werk lebendig macht.
Das Sommerfest lädt dazu ein, in die Atmosphäre des Pariser 17. und 18. Jahrhunderts einzutauchen: in Klangwelten, Moden, Denkweisen und Lebensstile, die Telemann prägten – und die bis heute faszinieren.
International renommierte Ensembles für Alte Musik sorgen für den authentischen französischen Klang, der Telemann so begeisterte. Jazz‑ und Elektro‑Acts schlagen zugleich eine überraschende Brücke in die Gegenwart und zeigen, wie lebendig und wandelbar kulturelle Einflüsse sein können. Mit dabei sind renommierte Ensembles wie „Les Musiciens de Saint-Julien“ & François Lazarevitch mit ihrem Konzertprogramm „Beauté barbare“, die Ensembles „all’improvviso“ und „La Petite Écurie“, das „Marais Consort“ und andere. Wie immer treffen beim Sommerfest Spezialensembles für Alte Musik auf Kulturschaffende aus der Region. So kann sich das Publikum in diesem Jahr auf den Chor der Abschlussklasse des Hegelgymnasiums, das Vokalensemble Multivokal und den Schauspieler Jochen Gehle mit seiner szenischen Annäherung an das Werk Telemanns freuen.
Ein vielseitiges Rahmenprogramm lädt Familien, Kinder und kulturinteressierte Erwachsene ein, Frankreich und Telemann spielerisch, sinnlich und neugierig zu entdecken. Architektur, Mode, Esskultur, Sprache, Philosophie – all das wird zum Erlebnisraum, der Tradition und Moderne miteinander verbindet. Mit dabei sind in diesem Jahr wieder die beliebten barocken Holzspiele, das Pastel Blumen. Café, das Magdeburger Friseurmuseum, die Höfische Gesellschaft und der Verein Rokoko e. V. mit ihren Barocktänzen, Walkacts mit Nele Jäger und Michael Prosi, Schaubuden-Charlatans, Parkführungen mit Nadja Gröscher und viele mehr. „Paris, mon amour“ – Telemann und Frankreich: ein Fest, das nicht nur die Vergangenheit feiert, sondern die Freude an Kultur, Facettenreichtum und Lebenslust mitten in die Gegenwart holt.
© Conrad Engelhardt

