© Conrad Engelhardt
Regenbogenfest-Team
„Weggefallen“ heißt es heute nur noch im deutschen Strafgesetzbuch. Aber bis 1994 war Paragraph 175, der über ein Jahrhundert lang die staatliche Verfolgung von Schwulen legitimierte, noch aktiv. Erst 2017 beschloss der Bundestag, auch die Eheschließung unter Homosexuellen rechtlich anzuerkennen. Spätestens dadurch sind auch Kinder, bei denen mindestens ein Elternteil eine gleichgeschlechtliche Beziehung führt, keine Ausnahme mehr. In Deutschland wurde 2024 die Zahl von Kindern in sogenannten Regenbogenfamilien auf etwa 50.000 geschätzt. Da es für homosexuelle Paare schwerer ist sich den Kinderwunsch zu erfüllen, sind sie meist umso engagierter in der Erziehung und geben Werte wie Toleranz und Respekt direkt an die nächste Generation weiter.
Beim Regenbogen-Familien-Fest wird die Vielfalt gefeiert, die durch solche Bindungen entsteht. Das Familienhaus und der Verbund Queere Vielfalt – Sachsen-Anhalt laden alle ein, die „Lust auf einen fröhlichen, offenen Nachmittag“ haben. Die Feier soll vor allem Platz für gegenseitigen Austausch schaffen. Für den Abbau von Vorurteilen werden an Infoständen Themen wie Familie, Vielfalt und Zusammenhalt behandelt, der Spaß für den Nachwuchs soll aber auch nicht zu kurz kommen. Es stehen Hüpfburg, Kinder-Disco sowie ein Schminktisch bereit. Zusätzlich sind Fußball-Dart und eine Tombola Teil des Programms und neben Zuckerwatte gibt es auch nahrhafte Speisen und Getränke.

