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Wolf Stein
Standesgemäß: Wolf Stein in australischer Rangeruniform mit kanadischem Baumpflanzspaten und Caulk Boots
Er setzte sich den Blauring-Oktopus – eines der giftigsten Tiere der Welt– auf die Hand, pflanzte 2000 Nadelbäume pro Tag in Kanada und kochte, begleitet von einem Kamera-Team, sein perfektes Dinner. Wolf Stein, genannt „Woody", steht auf Abenteuer. Nichts ist ihm zu extrem. Sicher würde er sich auch im Dschungel durchschlagen. Der 37-Jährige Autor, Produzent, Komponist und Fotograf übte in den Weiten Kanadas den härtesten Job der Welt aus, als er dort einen Sommer lang als Treeplanter arbeitete. 17 Cent gab es für einen Baum und insgesamt mussten er und sein Team, ausgestattet mit speziellen Keramikspikes-Boots, 1,4 Millionen Nadelbäume pflanzen. Doch das ist nur eine Episode aus seinem bewegten Leben, die er gerne zum Besten gibt. Stundenlang kann man dem Magdeburger zuhören oder man liest einfach eines seiner Bücher, denn damit unterhält er regelmäßig die abenteuerlustigen und Fernweh-süchtigen Magdeburger. Unterhaltsam war auch sein Auftritt als Hobbykoch in der beliebten VOX-Koch-Doku „Das perfekte Dinner", auf die er täglich angesprochen wird. Gewonnen hat er nicht, aber „das Team war super drauf", schwärmt er und es wurde bei der Ausstrahlung der Sendung tatsächlich nichts gefakt. Gebacken hat er übrigens schon bei seinen ersten Gehversuchen als Ranger für seine Kollegen im australischen Grampians-Nationalpark. Das war 2009. Seitdem hat er den Wunsch selbst „Ranger" zu werden. Sein Traum ist es, mit Freundin Frauke nach Mecklenburg zu ziehen und dort im Nationalpark zu arbeiten. „Die Natur gleicht der Kanadas", verrät er. Die Prüfung zum Natur- und Landschaftsführer in Müritz steht dem sympathischen Naturburschen im Januar bevor und dann beginnt ein neuer spannender Lebensabschnitt. Da Deutschland viel zu bieten hat, wird erstmal nicht in die Ferne geschweift.
Woody liebt eben die Natur. Wasser und Wald sind seine großen Leidenschaften und „das Bewusstsein für den Naturschutz steigt generell", erklärt er. So hieß es nach seinem Ausstieg beim Radiosender Rockland für ihn nicht mehr „Ich mach was mit Medien", sondern „Ich mach was mit Natur" und er konnte sein Lebensmotto „Das Leben zu genießen und für den innersten Kreis das Beste daraus zu machen" dank zweijähriger Lebensplanung immer gut umsetzen. Die nächsten Ziele hat er schon im Hinterkopf: Ein Wohnfloß für sich und seine Freundin bauen. Aber erstmal wirft er den Anker in Magdeburg und berichtet erneut von seinen Erlebnissen. Die schönsten Reaktionen der Zuschauer sind für ihn übrigens die, dass auch sie anschließend ihre Träume verwirklichen wollen ...
Lesung mit Wolf Stein: Ein Abenteuer endet, 22. Januar, Stadtbibliothek

