© Welzel Oschington
Mageburg singt
Üble Beschimpfungen kann man in Magdeburg täglich erleben: in der Tram, im Straßenverkehr oder im Supermarkt. Das Verhalten von anderen, ihr Aussehen, ihre Kleidung oder Hautfarbe können Anlass dafür sein. Dann braucht es Menschen, die Anderen zur Seite stehen, nicht einfach wegschauen und Zeichen für Mitmenschlichkeit setzen. Doch wie kann man eine Gesellschaft dazu bringen, respektvoll miteinander umzugehen?
Die Veranstaltungen der Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ zeigen, wie Miteinander aussehen kann. Die Initiative Weltoffenes Magdeburg verantwortet die Aktionswoche seit 2019. Ihr gehören mehr als 120 Organisationen, Vereine und Verbände an, die sich für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit stark machen. Die Aktionswoche beginnt am 16. Januar – der Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs durch einen Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg. Oft nutzen rechtsextreme Gruppen diesen Tag für Aufmärsche und rechte Propaganda. Deshalb werben mehr als 50 Ausstellungen, Mahnwachen, Gedenkkonzerte, Filmvorführungen und Lesungen während der Aktionswoche für eine bunte und vielfältige Stadt. So auch der CSD Magdeburg e.V.. Der Verein wird während eines Stolperstein-Spaziergangs über die Verfolgung queerer Personen informieren und Sichtbarkeit für queere Themen schaffen. „Die Aktionswoche wirbt für ein weltoffenes Magdeburg. Sie steht für Menschlichkeit, Miteinander und bunte, vielfältige Aktionen“, so Falko Jentsch, Sprecher des Christopher-Street-Day e.V.. Das verfolgt auch das neue Konzept des Vereins. Mit „Wähl Liebe!“ wollen die Mitglieder auch 2026 für Menschlichkeit und ein demokratisches Bundesland einstehen.
Oberbürgermeisterin Simone Borris wird die Aktionswoche eröffnen. Die Auftaktveranstaltung auf dem Alten Markt lädt zum Friedensliedersingen mit Magdeburger Chören ein. Gedenkkonzerte finden im Kloster Unser Lieben Frauen und im Opernhaus statt.

