© Matthias Piekacz
Der feuerspuckende Drache „Fangdorn“ ist besonders für Kids ein Highlight
Am Freitag vor Pfingsten wird am Dom zunächst der Zerstörung Magdeburgs 1631 und den Opfern der vergangenen Kriege gedacht. Wer sich darauf dem von Dudelsack-Klängen begleiteten Festumzug anschließt, wird blindlings in die Vergangenheit gezogen. Der Umzug führt vom Dom zur Festungsanlage Ravelin 2. Hier wird Festungsgeschichte lebendig, vom Dreißigjährigen Krieg bis hin zur Kaiserzeit. Unter anderem wird ein Schauspiel der „Magdeburger Bluthochzeit“ aufgeführt, der erzwungenen „Vermählung“ vom katholischen Kaiser Ferdinand II. und der protestantischen Jungfrau Magdeburg, die durch das Stadtwappen als Symbol diente. Die Inszenierung soll an den Wert des Friedens erinnern. Neben den 15. Festungstagen geht es nur wenige Meter weiter in noch fernere Zeiten zurück.
Das 23. Spectaculum Magdeburgense wird im Glacis-Park gefeiert. Am Freitagnachmittag bietet das beliebte Mittelalterfest für die kleinen Gäste Mitmachaktionen, zum Beispiel in der Schmiede oder beim Steinmetz. Über 100 Handels- und Handwerksstände schmücken den Marktplatz. Musikalisch eröffnen vor Ort Corvus Corax, die mit kraftvollem Folk und Rock die Tavernen aufschließen. Neben weiterer Livemusik gibt es das gesamte Wochenende lang mitreißendes Schauspiel. Auf der Festwiese werfen sich Ritter in die Schlacht und täglich setzt sich der mehr als zehn Meter lange Drache Fangdorn mit Flammen und Hieben dem Bösen zur Wehr. Begleitet wird er von Plapperdrache Fjodor, der Gedichte erzählt, singt und sich gerne unters Volk mischt. Für die Pazifisten unter den Gästen sorgen Magier, Akrobaten und Komödianten für Ablenkung.
Kurzum, beim Spectaculum kommen Mittelalter-Fans auf ihre Kosten, auch im kulinarischen Sinne. Egal ob ein kräftiges Mal, frisches Brot oder Met, es muss nicht gefastet werden.
Festungsanlage Ravelin 2
Maybachstraße 8, 39104 Magdeburg
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Sa u. So 11-17 Uhr, moch bis 28.3.2026 aufgrund der Winterpause geschlossen

