1 von 2
© rotzfrech-cinema
Tanzperformance von Gesa Volland und Damian Gmür in „Fassaden“
2 von 2
© rotzfrech-cinema
Tanz als nonverbale Ausdrucksform
Die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) lässt auch heute keinen anderen Schluss zu: der gefährlichste Ort für viele Frauen sind die eigenen vier Wände, vorausgesetzt sie leben dort mit ihrem Partner. Die PKS 2024 stellte auch in Sachsen-Anhalt einen Anstieg von Partnerschaftsgewalt fest. Dass Frauen, wenn sie aus Gewaltbeziehungen ausbrechen, nicht selten auf ein System stoßen, das sie ignoriert, thematisiert der kunstvoll inszenierte Dokumentarfilm „Fassaden“.
„Ich wollte wissen, welche gesellschaftlichen und politischen Machtstrukturen die Sicherheit von Frauen verhindern oder fehlende Sicherheit gar begünstigen,“ erzählt die Regisseurin Alina Cyranek. Dazu nahm sie Kontakt zu Menschen auf, die in ihren Berufen betroffenen Frauen begegnen: Polizisten, Ärzte, Sozialarbeiter, Psychologen und Rechtsanwälte. Und natürlich hat sie mit betroffenen Frauen gesprochen.
Die Erzählstimme spricht niemand geringeres als Oscargewinnerin Sandra Hüller. Sie führt in „Fassaden“ durch ungeschönte Interviews, Animationen und Tanz-Performances. Tanz wird als nonverbale Ausdrucksform genutzt, um innere Gefühlszustände oder Paardynamiken zu beschreiben. Dazu sagt Cyranek: „In der Inszenierung des Körpers und seiner Bewegung habe ich die besten Möglichkeiten gesehen, die eigenen physischen Grenzen, Gefühle und Gedanken auszuloten.“ Beim „Filmkunstfest MV“ wurde „Fassaden“ als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.
© Engelhardt
Oli-Kino Magdeburg
Olvenstedter Straße 25, 39108 Magdeburg
Bitte aktivieren Sie JavaScript.
zu Filmvorführungen/Events

