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Zwischen Selbsthass und Größenwahn: Konnie in „Flieg Steil“
Die in der Berliner Naziszene respektierte Konnie sieht ihr Ansehen unter den Kameraden mehr und mehr schwinden. Seitdem sie ihre feministischen, sexpositiven, und queeren Ansichten in ihre Musik integriert und diese vehement verteidigt, kann die rechte Szene nichts mehr mit ihr anfangen. Besonders Andi, der wortführende Kneipenwirt der Friedrichshainer Stahlkappen Division, hat sie auf dem Kieker. Als Konnie auf Punk Rudi trifft, der im Alleingang Konnies Nazikneipe hochgehen lassen will, findet sie in ihm den perfekten Spielball, um sich wieder bei der rechten Kameradschaft beliebt zu machen. Mit diesem Plot soll der Film „Flieg Steil“ die Widersprüche der rechten Szene entlarven.
Konnies Geschichte basiert auf Beobachtungen vom Christopher Street Day in Leipzig und Bautzen, wo Neonazis die Umzüge bedrohten. Auffällig war die aktive Beteiligung junger rechter Frauen. Generell gewinnen junge Frauen immer mehr Einfluss in der rechtsextremen Szene, weil sie als Verteidigerinnen traditioneller Werte inszeniert werden. Regisseurin Martina Schöne-Radunski stellte sich daraufhin eine Frage: „Was, wenn eine junge rechte Frau Feminismus nutzt, um den Nationalsozialismus zu sichern? Wie lässt sich dieses Konzept in einer faschistoiden Lesart definieren?“
Welche inneren Konflikte Konnie im Laufe des Films zerfressen werden, kann man im Studiokino sehen. Nach der Filmvorführung gibt es zusätzlich noch ein Gespräch mit der Regisseurin von „Flieg Steil“.
Flieg Steil, Film und Gespräch, 5. August, 19:30 Uhr, Studiokino
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