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© Alamode Filmdistribution OHG-3
Im Fokus des autoritären türkischen Staats: „Gelbe Briefe“
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Derya und Aziz versuchen verzweifelt ihr Familienleben aufrechtzuerhalten
Das Künstlerehepaar Derya und Aziz führt mit seiner 13-jährigen Tochter Ezgi in Ankara ein erfülltes Leben. Doch ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks soll alles verändern. Durch die politische Positionierung der Familie hat es der türkische Staat auf sie abgesehen. Sie verlieren ihre Arbeit und Wohnung. Die Familie kommt in Istanbul bei Aziz Mutter unter. Während der Vater mit Gelegenheitsjobs das nötige Geld verdienen möchte und an seinen Überzeugungen festhält, sucht Derya für sie nach Möglichkeiten, um finanziell unabhängig zu werden. Doch auf diesem Weg verlieren die Eltern den Draht zu ihrer Tochter. Sie müssen sich zwischen ihren Idealen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden.
Mit „Gelbe Briefe“ haben Regisseur İlker Çatak und die türkischen Schauspielstars Özgü Namal und Tansu Biçer ein aktuelles Drama erschaffen. Es zeigt, wie ein autoritäres politisches System aus Willkür Machtspiele treiben kann, während die Sicherheit und der Alltag einer Familie zerbrechen. Damit nimmt Çatak die großen, gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit intensiv unter die Lupe, vor allem auch, in welche Richtung sich die Freiheit der Künste entwickeln könnte. Bei den 76. Internationalen Filmfestspielen in Berlin feierte „Gelbe Briefe“ seine Weltpremiere und gewann sogar den Goldenen Bären.
Çatak wurde bereits für seinen Film „Das Lehrerzimmer“ aus dem Jahr 2023 bei den Academy Awards in der Kategorie „Bester internationaler Film“ nominiert. Schon hier ging sein Werk kritisch mit den Themen Wahrheit, Gerechtigkeit und dem Schulsystem um.
© Engelhardt
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