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Für Frauen in der DDR war das Arbeiten eine gesetzliche Pflicht
Frauen, die Mähdrescher bedienen, in Garnfabriken schuften, sich durch Akten wühlen oder mit weißem Kittel im Chemielabor stehen: In der DDR haben sie alle gearbeitet und waren bedeutend für die Ökonomie des Staates. Was eine Frau in der Bundesrepublik nur mit Erlaubnis ihres Mannes durfte, war ostdeutschen Frauen gesetzliche Pflicht. Die DDR sah in ihrer Verfassung eine Gleichberechtigung für Männer und Frauen vor – dennoch gab es unzählige Frauen, die sich von der vorherrschenden männlichen Regierung unterdrückt fühlten.
In Torsten Körners Doku „Die Unbeugsamen 2 – Guten Morgen, ihr Schönen!“ geben 15 Frauen einen Einblick in ihren Kampf um Chancengleichheit. In Interviews berichten u.a. Katrin Sass, Solveig Leo und Barbara Mädler über ihre Erfahrungen. Dabei stammen die Frauen aus allen Gesellschaftsbereichen. Im Film unterstreicht Körner die Aussagen mit Archivmaterialien. Hier sieht man nicht nur arbeitende Frauen, sondern bekommt auch Einblicke in Interviews mit Ehemännern, die ihre Frau in keiner leitenden Position sehen wollten.
Schon „Die Unbeugsamen“ aus dem Jahr 2021 zeigte mit Interviews und historischem Filmmaterial den politischen Kampf der Frauen in der Bonner Republik, die sich für politische Mitbestimmung engagierten. Der neue Film enstand 2024 und wird im Rahmen der Filmreihe „Aufstehen! – Filme und Diskussionen zu Errungenschaften, die wir verlieren könnten“ gezeigt. Anschließend kann mit Steffi Lemke, Mitglied des Bundestages, über die Inhalte des Filmes und deren Bedeutung für den Erhalt unserer Demokratie diskutiert werden.
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Kulturzentrum Moritzhof
Moritzplatz 1, 39124 Magdeburg
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