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© Andreas Rost
Schlüssel zur Welt: Max Goldt
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© Christian Wiswe
Johanna Krumstroh & Oli Bott
Sprache begleitet uns ganz selbstverständlich durch den Alltag und kann doch im nächsten Moment mitten ins Herz treffen. Sie ist nicht nur ein bloßes Werkzeug, sondern vielmehr die Verbindung innerhalb einer Gesellschaft, die Identität, Geschichte und Kultur, die mit verschiedenen Sprachen einhergeht. Genau dieser lebendige, sich ständig wandelnde Charakter steht 2025 im Fokus der 34. Magdeburger Literaturwochen. Sprache ist nie starr, sondern offen für Einflüsse, Spiegel historischer Prozesse und zugleich Messinstrument aktueller Diskurse. Und dann ist da noch die, die über reine Verständigung hinausgeht: die literarische, künstlerische Sprache. Sie folgt keinen klaren Regeln, muss nicht effizient, eindeutig oder gar schriftlich sein. Sie lebt von Klang, Rhythmus und Assoziation und von der Freiheit, etwas Neues zu schaffen.
Nach dem Auftakt im September geht es im Oktober weiter. Mit ihren wissenschaftlich fundierten und zugleich literarisch erzählten Büchern präsentiert Angela Steidele ihren Roman „Ins Dunkel“. Dieser funktioniert wie ein Film, ist zugleich glamourös, temporeich und politisch. In Rückblenden verknüpft sie Literatur, Film und Macht in Zeiten inszenierter Wirklichkeiten. Beim Literaturkonzert „Die Buddenbrooks und die Musik“, laden die Schauspielerin Johanna Krumstroh und der Komponist Oli Bott dazu ein, die Geschichte Thomas Manns neu zu erfahren.
Den Abschluss bildet die Lesung von Max Goldt. Er ist für seine pointierten, kunstvollen Texte bekannt. Auch er macht deutlich, dass Sprache weit mehr ist als Kommunikation. Sie ist Schlüssel zur Welt und Ausdruck unseres Menschseins.
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