© Martin Hanusch
Abdel-Hakim Ourghi
Abdel-Hakim Ourghi stammt aus Algerien und lebte dort bis ins junge Erwachsenenalter. Nachdem er sein Philosophiestudium abgeschlossen hatte, zog er im Alter von 23 Jahren nach Deutschland. Rückblickend beschreibt er offen, dass er damals stark von antisemitischen Überzeugungen geprägt war. In seinem Weltbild galten Juden als die Verantwortlichen für das Leid der Muslime weltweit. Eine Sichtweise, die er später hinterfragte und überwand. In seinem Werk „Die Liebe zum Hass“ fordert Ourghi eine schonungslose Auseinandersetzung mit den Ursachen von Judenfeindlichkeit und „Israelhass“ in Teilen der muslimischen Welt. Nur wer diese Mechanismen klar benennt, könne langfristig Terror und Gewalt wirksam entgegentreten. Einen besonderen Schwerpunkt legt der Autor auf den 7. Oktober 2023 – den Tag, an dem Terroristen der Hamas in Israel über 1200 Menschen ermordeten und grausame Verbrechen verübten. Für Ourghi markiert dieses Datum den vorläufigen Höhepunkt einer Entwicklung, in der Hass und Erniedrigung zu zentralen Antriebskräften des politischen Islam geworden sind. Auch die Rolle der Hisbollah im Norden Israels verweist für ihn auf eine beunruhigende Kontinuität. Der Autor forscht seit vielen Jahren zur islamischen Theologie, zum Koran sowie zum Fatwa-Wesen des sunnitischen Islam. Seit 2011 leitet er den Fachbereich islamische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Laut Ourghi ist die wachsende Gewaltbereitschaft ein Thema, welches dringend offen diskutiert werden müsse.
Stadtbibliothek Magdeburg
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