1 von 2
© Natascha Zivadinovic
Jana Hensel
2 von 2
© Aufbau Verlag
Cover "Es war einmal ein Land"
Still und leise wurde Ende 2025 die „Stiftung Härtefallfonds“ abgewickelt. Eingerichtet worden war sie, damit tausende Rentner, die in der DDR berufstätig waren und nach 1990 um einen Teil ihrer Rentenansprüche gebracht worden waren, einen einmaligen Ausgleich beantragen konnten. Aber viele gingen auch hier leer aus. Etwa die selbe Zeit behandelt Jana Hensels neues Buch, mit dem sie zu analysieren versucht, warum das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, nun von immer mehr Deutschen in Zweifel gezogen wird: die Demokratie.
Durchaus scharfsinnig beschreibt Hensel den langen Weg nach rechts, der für viele Ostdeutsche in zunehmende persönliche ökonomische Krisen führt, und das in einem Land, das gerade selbst in der tiefsten Krise seiner Geschichte steckt. Hensel scheut dabei keine harten Wahrheiten, reiht sich nicht in gängige Narrative über den Osten ein und zeigt, dass sie sich seit ihrem Bestseller „Zonenkinder“, dem Porträt einer jungen ostdeutschen Generation, mit dem sie ab 2002 schlagartig bekannt wurde, eine eigene Perspektive bewahrt hat.
Geschockt von der eigenen Erkenntnis nimmt sie uns mit auf eine Reise, an deren Ende sie eine Erklärung dafür zu finden hofft, wie es dazu kommen konnte, dass Demokratie für viele Ostdeutsche keine Option mehr zu sein scheint.
© Engelhardt
Kulturzentrum Moritzhof
Moritzplatz 1, 39124 Magdeburg
Bitte aktivieren Sie JavaScript.
Kino- und Konzertkasse im Foyer ist wochentags ab 14.00 Uhr geöffnet.

