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Verena Keßler
Glänzende Spiegel, definierte Körper und legere Flirts am Tresen. Die Protagonistin in Verena Keßlers Roman liebt ihren neuen Job im „Mega Gym“. Es gibt keinen Leistungsdruck, keine Überstunden, dafür liebenswerte Kolleginnen und einen Chef, der stolzer Feminist ist. Alles perfekt, wäre da nicht die klitzekleine Lüge, zu der sie sich im Einstellungsgespräch hat hinreißen lassen. Sie habe kürzlich erst entbunden – und jetzt wollen alle Babyfotos sehen und fragen ständig nach „dem Kleinen“. Als Bodybuilderin Vick im Gym auftaucht, wird klar, dass ein erfundenes Kind nicht das einzige Geheimnis der Erzählerin ist. Die Geschichte nimmt im Laufe des Buches drastische Wendungen.
Verena Keßler, geboren 1988 in Hamburg, lebt heute in Leipzig, wo sie am Deutschen Literaturinstitut studierte. Ihr Debütroman „Die Gespenster von Demmin“ wurde für zahlreiche Preise nominiert. Für „Eva“ erhielt sie 2024 tatsächlich den Literaturpreis.
Nun ist sie mit ihrem neuen Roman auf Lesetour. Die Idee zu „Gym“ kam ihr im Fitnessstudio: „Ich saß zwischen zwei Sätzen auf der Beinpresse, hab meine fröhliche Techno-Pop-Playlist gehört, mich umgeschaut und gedacht: nett hier. Warum spielt hier nicht mal ein Roman? Und so ist ihr „Gym“ eine Geschichte über Obsession, Ehrgeiz und die selbstzerstörerische Kehrseite schöner Oberflächen – bei der einem als Leser immer wieder mal der Puls hochgeht.
© Engelhardt
Schauspielhaus/Theater Magdeburg
Otto-von-Guericke-Straße 64, 39104 Magdeburg
Theaterkasse: eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

