© Stefan Kaminski
Ricarda Lang
Vor zwei Jahren wurde sie in Magdeburg noch mit Traktoren-Hupen begrüßt. Nach ihrem Rücktritt vom Parteivorsitz ist es ruhiger um Ricarda Lang geworden. Vergangenen Monat überraschte sie noch mit dem Lauf eines Halbmarathons, jetzt kommt sie als Autorin wieder in die Stadt. „Der große Umbruch“ heißt das Buch, das Lang zurück an die Elbe führt.
Ihr neues Werk ist eine Analyse mit dem renommierten Soziologen Steffan Mau über die großen Themen unserer Zeit. Mau wurde 2021 mit einem Leibniz-Preis und 2023 mit dem Preis „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ für seine Auseinandersetzungen mit gesellschaftlicher Polarisierung und sozialer Ungleichheit ausgezeichnet.
Zusammen diskutieren Lang und Mau eben jene Themen sowie „die Krise der Staatlichkeit“ und was gegen Affektpolitik unternommen werden kann. Dabei setzen sie nicht auf die leichten Antworten, sondern unterstreichen den Wert von ehrlichen und informierten Debatten. Als eine solche kann man das Buch selbst beschreiben. Ein offener Schlagabtausch zweier Gesprächspartner, die politisch nicht weit voneinander entfernt liegen und sich dennoch etwas zu entgegnen haben. Die beiden bringen schon wegen ihrer Herkunft verschiedene Perspektiven mit. Lang wuchs in Baden-Württemberg auf. Mau ist Rostocker und schrieb bereits mehrere Bücher über die Eigenheiten des Ostens.
„Der große Umbruch“ ist ein Buch, das trotz schwerer Themen optimistische Perspektiven bietet und von verschiedenen Meinungen lebt. Passend dazu gibt es nach der Lesung die Möglichkeit, mit der Grünen-Politikerin ins Gespräch zu kommen.
HOT Alte Bude
Karl-Schmidt-Straße 12-13, 39104 Magdeburg
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Mo-Fr 14-20 Uhr, jeden ersten Sa/Monat zu Veranstaltungen

