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Erzählt über drei Generationen die Geschichte seiner Familie: Sabin Tambrea
Béla Tambrea steht 1985 vor einer schweren Entscheidung: Er möchte sein Heimatland Rumänien nach einer Konzertreise verlassen, um seiner Familie in Deutschland ein besseres Leben zu ermöglichen. Erst zwei Jahre später zieht seine Familie hinterher – kurz bevor das neostalinistische Ceaușescu-Regime blutig zusammenbricht. Doch sie spüren nicht nur die Vorzüge von Freiheit und Hoffnung, sondern auch Entbehrungen und tiefe Einsamkeit in einem fremden Land.
In seinem Roman „Vaterländer“ erzählt Sabin Tambrea durch die Augen dreier Generationen die Geschichte seiner rumänisch-ungarischen Familie. Der Leser begegnet dabei der Sicht des jungen Sabin, des Vaters Béla und des Großvaters Horea sowie den zukunftsprägenden Entscheidungen, die die Familie treffen muss. Mit diesem Werk zeigt Tambrea, wie sich die Handlungen eines gnadenlosen politischen Systems auf das Leben gewöhnlicher Menschen auswirken können. Gleichzeitig geht es um starken Zusammenhalt und was Liebe aushalten kann. In einem Interview sagte Tambrea über sein Buch: „Da ich immer mehr wahrnehme, wie Flüchtlingszahlen kalt genannt werden, war es mir ein großes Bedürfnis, unsere extrem individuelle und intime Geschichte zu erzählen, um Empathie für Fluchtursachen zu wecken.“
Tambrea wurde in Târgu Mureș in Rumänien geboren und kam mit dreieinhalb Jahren nach Deutschland. Der 41-Jährige ist vor allem bekannt als Theater- und Filmschauspieler und spielte unter anderem in der „Ku’Damm“-Serie und „Die Herrlichkeit des Lebens“ mit. „Vaterländer“ erschien im Jahr 2024 und ist sein zweiter Roman.
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