© Enrico Meyer
Julius Fischer kann mit seiner Abneigung gegenüber Menschen nicht stoppen
Zwei Uhr nachts. Der Protagonist konnte noch kein Auge zumachen, denn sein Kleinkind raubt ihm den Schlaf. Er ist sauer: Wie kann jemand so niedlich und gleichzeitig so nervig sein?
In „Ich hasse Menschen. Eine Fortpflanzung“ erzählt Julius Fischer über sein Leben als verzweifelter Vater zweier Sprösslinge. Das Buch ist sowohl für Eltern als auch für jene, die niemals Eltern werden wollen. Dabei zieht Fischer nicht nur sich selbst, seine Kinder und Ehefrau durch den Kakao. Auch andere Mütter und Väter, Freunde und Familie müssen dran glauben.
Der 42-Jährige ist, wie in den ersten zwei Bänden der „Ich hasse Menschen“-Reihe, der Spirale seiner Misanthropie ausgesetzt und lässt wirklich alle daran teilhaben. Versuche, den Leuten aus dem Weg zu gehen oder an der eigenen Positivität zu arbeiten, sind gescheitert. Fischer möchte keine Menschen mehr hassen, kann sich von seinen tiefsitzenden Neigungen aber nicht lösen. Seine Einstellung bewahrt er sich auch in der am 9. März erschienenen Fortführung.
Der Autor lebt in Leipzig und trägt seine Texte regelmäßig auf Bühnen vor, teilweise als festes Mitglied auf der Berliner Lesebühne „Lesedüne“. Neben dem Schreiben macht Fischer Musik, unter anderem im Duo „The Fuck Hornisschen Orchestra“ und moderiert beim „Song Slam Leipzig“. Zu seiner ersten Lesung in Magdeburg wird er nicht nur die witzigsten Stellen seines Werkes vorlesen, sondern auch Liebeslieder ohne Happy End singen.
© Engelhardt
Kulturzentrum Moritzhof
Moritzplatz 1, 39124 Magdeburg
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