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© Dana Vowinckel
Julia Franck
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© Sophie Schulz
Torsten Schulz
Lange schauten DDR-Bürger zu den Konsumgütern des Westens auf. Dort gab es vermeintlich bessere Musik, coole Markenklamotten und Bücher, die bei ihnen verboten waren. Doch schaut man genauer hin, stellt sich die Frage: „Was ist der wahre Wert des Westens?“ Daran knüpft das Buch „Der Westen – eine ostdeutsche Empfindung“ an, herausgegeben von Cornelia Geißler. 16 Autoren werfen darin einen Blick auf die östliche Wahrnehmung des Westens. Sie alle stammen aus dem Osten, mit Geburtsjahren zwischen 1959 und 1997.
Zu den Autoren gehören Julia Franck und Torsten Schulz. Franck, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis für „Die Mittagsfrau“, zeichnete bereits in „Welten auseinander“ ihre eigene Lebenserfahrung nach, aus der DDR auszureisen, in einem Aufnahmelager zu stranden und sich selbstständig ein Leben im Westen aufzubauen. Für die nun vorliegende Anthologie schrieb die 55-Jährige einen luziden Essay über die gewandelten politischen Verhältnisse.
Torsten Schulz ist in Ostberlin aufgewachsen und bekannt für Romane wie „Boxhagener Platz“ oder „Öl und Bienen“. In Geißlers literarischer Sammlung gibt er anekdotisch einen persönlichen Einblick auf die Zeit des Mauerbaus in Berlin. So werden in dem Buch die individuellen Erfahrungen der Verfasser mithilfe unterschiedlicher literarischer Methoden aufgezeigt. In Summe lädt es zu eigenen Analysen, zu Blickwechseln und zur Diskussion ein.
© Nicole Eggeling
Schauspielhaus/Theater Magdeburg
Otto-von-Guericke-Straße 64, 39104 Magdeburg
Theaterkasse: eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

