© Wenzel Oschington
Der Domfelsen liegt schon wieder in Teilen trocken
Der Pegel am Elbkilometer 326,67 km ist schon wieder in den zweistelligen Bereich abgerutscht. Gerade mal noch 56 Zentimeter signalisiert die Digitalanzeige, Tendenz sinkend, dabei hat der Hochsommer noch gar nicht begonnen.
Schon 2022 hatte Herbert Beesten die Wasserstandsfrage thematisiert. Damals drehte sich die Frage im öffentlichen Diskurs, ob und wieviel Elbwasser das Unternehmen Intel für seine Chipfabriken abzweigen dürfe. Wasser, sauberes vor allem, ist schließlich ein unverzichtbares Gemeingut. So wurde daraus schnell ein emotionales, alltägliches, politisches und zugleich existenzielles Thema. Auch wenn Intel Geschichte ist: Fragen nach Veränderung, Bewahrung und Transformation bleiben. Und Wasser ist eines der Themen, die früher oder später wieder auf dem Tisch liegen.
In seinem Hörspiel „Der Elbe-Ebbe-Algorithmus“ hat Herbert Beesten dem Thema ein literarisches Format gegeben, am Ende geht es dort um die Statistik der letzten ZenMillimeter Wasserstand. Wenn er nun zum Sonntagsnachmittagsevent mit dem bezeichnenden Titel „Wasserstandsmeinungen“lädt, ist das nicht (nur) fiktional katastrophal, sondern auch positiv konstruktiv gemeint. Es ist eine Einladung an die Magdeburger, gemeinsam über Wasser, Wandel und Zukunft ins Gespräch zu kommen.
Es soll ein Ort zum Zuhören, Mitreden, Mitmachen – draußen, ohne Eintritt, ohne Anmeldung, mit Picknick, Musik und Kunst. Dazu hat Beesten auch ausgewiesene Fachleute eingeladen. So können die Hintergründe erklärt, Schwellen abgebaut und Widersprüche sichtbar gemacht werden.
„Wasserstandsmeinungen“, 2. August, 13:30 – 16 Uhr, Elbtreppe am Domfelsen


