© Kubon
Jan Kubon heute
Um ein Haar wäre Jan Kubon kein Musiker geworden. Aus der hiesigen Musikszene ist der Blueser, Veranstalter und Musikjournalist nicht wegzudenken. Doch eigentlich hatte er einen völlig anderen Traum. „Ich war in jungen Jahren ein ambitionierter bildender Künstler. Ich wollte Kunsterzieher werden, nach Ahrenshoop ziehen und jeden Tag mit einer Schulklasse das Meer malen.“ Das Studium in Berlin hatte er bereits begonnen, bis Umbrüche im Fachbereich die Hürden dermaßen erhöhten, dass er in einer Trotzaktion all seine Pinsel wegwarf, seine Eltern ihn nach Hause holten und er sich eine Gitarre schnappte. Heute steht Kubon seit 40 Jahren auf unterschiedlichsten Bühnen und nimmt das als Anlass zum Feiern.
Es war eine Statistenrolle als Rabe im Theater, als Jan mit 14 Jahren das erste mal auf einer Bühne spielte. Schauspiel und Regie kamen lange vor seinen musikalischen Anfängen. „Ten Dusty Boots war meine erste richtige Band. Wir haben damals nicht besonders gut Rock'n'Roll Klassiker gecovert.“ Besser wurde es, als er seiner Affinität für Blues nachging. Sowohl die Blues Jackets, als auch die jk Bluesband waren sehr erfolgreich. „Mit der jk Bluesband sind wir fast jedes Wochenende aufgetreten,“ erinnert sich Jan Kubon, jedoch großteils im Osten. Die traditionell puristische Bluesszene im Westen konnte mit dem experimentellen Crossover nicht viel anfangen. Die Freude am Experimentieren ist bis heute geblieben. So versteht seine aktuelle Band, die Water Tower Blues Band, ihren Sound als „Retro Future Blues“. Blues-Klassiker von beispielsweise Sonny Boy Williamson spielen sie flotter, kantiger und mit modernen Twists.
Das Bühnenjubiläum soll nun in der Feuerwache gefeiert werden. Mit seiner Watertower Blues Band spielt Jan aus einem Repertoire, dass er über 40 Jahre aufgebaut hat – darunter Klassiker, aber auch Originale aus der eigenen Feder. Unter dem Namen T.Basco war er eine Zeit lang als Singer-Songwriter unterwegs. Auf der Bühne stimmen dann die einen oder anderen Weggefährten ein. Außerdem spielt sein neuestes Projekt „drei Mann mit Hut“ ein paar Songs. Das Besondere: hier sitzt sein Sohn am Schlagzeug.

