1 von 2
© Laetitia Macé
Jacques Schwarz-Bart
2 von 2
© Beushausen
Trio Ivoire
Wenn von Jazz die Rede ist, geht es längst nicht mehr nur um Tradition, sondern um Bewegung, Austausch und musikalisches Sein. Statt großer Showeffekte steht bei den Jazztagen das konzentrierte Hören im Mittelpunkt – die Begegnung von Klang, Raum und spontaner, musikalischer Kommunikation. Zur Eröffnung begegnen sich mit Warnfried Altmann (sax), Marvin Dillmanns (perc, dgdo) und Daniel Barks (p) drei starke Musiker in einer besonderen Klangwelt: Aus Jazz, Improvisation, Klassik und Weltmusik entsteht eine archaisch-meditative, lyrisch-virtuose Klangsprache als zugleich kraftvolle „Neue Sakrale Musik“.
Danach begibt sich das Trio Tobias Morgenstern (acc), Dietrich Petzold (vln) und Matthias Bauer (bass) in einen lebendigen Dialog für freie Musik. Unmittelbar ohne Absprache entstehen Klänge, Tempi, Intensität und Stille als fortwährender Prozess einer achtsamen Kommunikation. Zum Clubabend will die Formation KIND mit Jan Klare (sax, fg), Shannon Barnett (tb), Emily Wittbrodt (vc), Shabnam Parvaresh – (cl), David Helm (db), Bruna Cabral (perc) „kontrolliert entgleiste Kammermusik“ spielen. Die Kompositionen bewegen sich mit feiner Ironie, Ernst und eruptiver Klangkraft zwischen klanglicher Weite, roher Energie und Experimentierfreude.
Das neue Trio von Mike Parker (b) mit Wojciech Lichtański (as) und Max Olszewski (dr) steht sodann für kraftvollen, modernen Jazz mit elektrisierender Bühnenpräsenz. Kollektive Interaktion und starke Live-Energie stehen im Mittelpunkt ihrer expressiven Improvisationssprache.
Am Samstag feiert das Trio Ivoire mit Hans Lüdemann (p), Aly Keita (bala), Christian Thomé (dr, perc) AfroEuroJazz voller Vision und Energie. Mit Piano, Balafon, Schlagzeug und Elektronik verbindet das Ensemble leidenschaftlich und vielschichtig Gegensätze aus Jazz, europäischen und afrikanischen Traditionen. Menschliche Stimmen kennzeichnen das Julia Hülsmann Oktett. Für ihr melodisches, poetisch durchdrungenes Spiel am Piano bringt sie gleich drei herausragende Stimmen zusammen: Live Maria Roggen, Aline Frazão und Michael Schiefel, unterstützt von Streichinstrumenten und Schlagzeug.
Zum Abschluss erzählt Jacques Schwarz-Bart (sax) mit Cynthia Abraham (voc), Carl Henri Morissey (p), Reggie Washington (bass), Dylan Choisi (dr) über seine Reise von der kleinen Insel Guadeloupe nach New York zu Harlems urbaner Realität, um Jazz zu leben. Die Kompositionen reflektieren Kooperationen u.a. mit Roy Hargrove und verbinden Polyrhythmik, lyrische Melodien, Modern Jazz, Hip-Hop-Grooves und Improvisation. Hinhören!
Hier geht's zu den Konzerten im Rahmen der Magdeburger Jazztage

