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Laura Nahr
Über 1000 Zuschauer im Publikum und im Schnitt mehr als 3,5 Millionen zu Hause vor den Endgeräten. Der deutsche ESC Vorentscheid 2026 erzielte die beste Quote seit 2002 und stelle Laura Nahr vor ihr bisher größtes Publikum. „Ich hatte erwartet, noch viel aufgeregter zu sein, aber es war immer noch sehr heftig,“ erinnert sich die 25-Jährige Magdeburgerin, die mit ihrem Song „Wonderland“ gegen 8 weitere angetreten war, um Deutschland im Mai beim Finale in Wien zu vertreten. „Es war eine tolle Erfahrung, immerhin gucke ich den ESC seit ich Neun bin.“ Daher ahnte sie auch schon, die Jury-Favoriten würden andere sein. Damit behielt sie letztendlich recht und auch wenn sie mit der eigenen Performance nicht hunderprozentig zufrieden ist, klang die Enttäuschung, trotz negativer Kommentare im Netz, nach ein paar Tagen ab: „Ich kann mit Stolz sagen, ich hab‘s durchgezogen.“
Nicht nur wegen des Eurovision Song Contests ist dieses Jahr ein ganz besonderes in Lauras Karriere. Zusammen mit ihrem Drummer organisiert sie die erste eigene Tour. Bisher stehen sechs Städte auf der Liste, auf der Magdeburg als Heimatstadt nicht fehlen darf. Hier hat sie schon während der Schulzeit Songs in ihrem Zimmer auf der Gitarre oder am Klavier geschrieben und mithilfe ihres Bass-Lehrers erste aufgenommen.
2021 ging es für Laura nach England. Vier Jahre hat sie dort verbracht, drei davon in London. Nicht nur konnte sie dort musikalische Inspiration sammeln, auch ihr Social Media ist explodiert. Ihre Cover von bekannten oder nostalgischen Liedern erreichten dank ihrer einzigartigen, rauen Stimme regelmäßig mehrere Millionen Menschen. Das öffnet Türen in die Musikbranche.
„In dieser Zeit hatte ich einen richtig miesen Heartbreak,“ sagt Laura und kann heute darüber schmunzeln. Immerhin hat sie einige Songs darüber geschrieben, die 2025 auf ihrer aktuellen EP gelandet sind. „Ich finde es total schön, dass aus einer schmerzhaften Situation sowas cooles entstanden ist.“ Sie schreibt gerne Texte, die aus dem Leben erzählen. Die Akustikgitarre ist immer noch häufig Mittelpunkt ihrer Musik. Zwischen tanzbarem Girls Pop, manchmal Beats in Richtung Poppunk und ruhigeren Songs gelingt es ihr, einen Mix aus allem einzufangen, womit die Gen Z musikalisch aufgewachsen ist.
Das Gröninger Bad und Laura Nahr sind alte Bekannte. Für die Musikerin war sofort klar: „Wenn ich in Magdeburg spiele, dann im Gröni.“ Auf der Tour spielt sie mit Band - im Gepäck die EP „Missed Connections Collection“, ihre viralsten Cover und unveröffentlichte Songs, die sie neuerdings auch auf Deutsch schreibt.
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