©Joyn
Felix Hellwig auf der Bühne bei The Voice
Felix, erzähl von deinem Weg zu „The Voice“.
Ich sags mal so: Bei The Voice dabei zu sein, war schon ein Kindheitstraum, den ich mir jetzt erfüllen durfte. Und natürlich ist es eine riesige Chance, im Musikbusiness Fuß zu fassen.
Wie hast du dich für die Blind Auditions vorbereitet?
Der Weg dorthin ist natürlich extrem hart. Als einer von über 15.000 Bewerbern ist die Chance auf einen Platz in der Show sehr gering und sich da in mehreren Scouting-Runden beweisen zu müssen, ist ein enormer Druck, aber umso mehr eine „Belohnung“, wenn man es in die Blinds schafft. Als der Anruf mit der Zusage kam, war ich natürlich sehr überwältigt und glücklich. Ich wusste: Es geht endlich nach Berlin!!!
Nun haben viele „The Voice of Germany“ geschaut. Was waren aus deiner Sicht die prägendsten Momente?
Insgesamt war es für mich die prägendste Zeit meines Lebens, vor allem musikalisch gesehen. Vor Ort arbeitet man mit einem unfassbar professionellem Team zusammen. Von Vocal Coaches über Choreographen bis zu den Runnern, die uns jeden Tag begleitet haben. Dadurch gab es am Set eine angenehme, familiäre Atmosphäre. Die Produktion ist echt aufwendig und Teil dessen zu sein, ist beeindruckend, da man dann erst versteht, wie viele Menschen am Erfolg der Talente beteiligt sind.
Hinter den Kulissen passiert natürlich viel, was der Zuschauer nicht mitbekommt, z.B. die Proben für den Auftritt, bei den Battles drei Proben mit je zwei Durchgängen, oder die Interviews für die Einspieler, die später im TV zu sehen sind. Das schönste war für mich aber der Kontakt zu anderen Musikern. Weil wir die gleiche Leidenschaft teilen, war es immer ein bisschen Klassenfahrt-Feeling im Studio oder im Hotel, wo wir bis spätabends im Proberaum gesessen und zusammen Musik gemacht haben. Dort sind über die kurze, intensive Zeit auch Freundschaften entstanden. Überleitend dazu: Es ist auch aktuell noch ein größeres Projekt in Planung und Umsetzung, dazu darf ich allerdings noch nichts verraten. Über „The Voice“ hinaus stehe ich heute weiterhin mit vielen in Kontakt und bin sehr glücklich, dort neue Freunde gefunden zu haben, mit denen ich diese Leidenschaft teilen kann.
Hat sich dein Blick aufs Musikgeschäft und deine künstlerischen Ambitionen durch The Voice verändert?
The Voice ist natürlich ein anderer Schlag. Dort bekommt man tiefen Einblick ins Business. Als Künstler hat es mich nur insofern verändert, dass ich meinen Horizont musikalisch noch erweitern möchte. Ich möchte neue Genres ausprobieren und zeigen, dass ich auch andere Seiten als die des PunkRock-Frontmannes habe.
Spürst du angesichts deines Ausscheidens vorm Finale eher Stolz oder Enttäuschung?
Sicher war ich anfangs enttäuscht, es nicht in die Teamfights geschafft zu haben, aber der Stolz auf die Leistung und das Privileg, unter den 70 besten Stimmen Deutschlands gewesen zu sein, überwiegt. Ich konnte Michi und Smudo und in den Battles auch Rea Garvey von mir überzeugen und durfte vor Rea, Shririn David, Nico Santos, den Fantas und Alvaro Soler singen. Mehr geht fast nicht. Umso mehr feuere ich alle in den Teamfights und den Live-Shows an. Und zum Finale am 12. Dezember sehen wir uns alle wieder!
Und auf dich geschaut: Können Fans schon auf neue Songs oder ein Album gespannt sein?
Der Fokus liegt jedenfalls voll darauf, an Songs und meinem Debütalbum zu arbeiten und auch auf dem besagten Projekt, zu dem ich leider noch nicht viel sagen darf. Sobald die Zeit reif ist und die Songs so sind, wie ich sie perfekt finde, werden sie auch den Weg an die Öffentlichkeit finden.
Gibt es auch Pläne für eine Band und eine KonzertTour?
Aktuell bin ich noch Solo unterwegs. Aber im Hintergrund arbeite ich mit meinem besten Kumpel tatsächlich daran, eine Band für eventuell kommende Live-Shows aufzubauen. Und was ne Tour angeht: Darüber mache ich mir aktuell noch keine Gedanken. Natürlich wäre es langfristig ein Traum, eine eigene Tour zu spielen, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

