© Wenzel Oschington
Marc Roca und die Aliens
„Das ist uns so eine große Ehre,“ sagen Marc Roca und die Aliens, während ihre Stimmen von Heiterkeit zu Demut switchen. Ihre junge Bandgeschichte begann im Flowerpower und jetzt sind sie allem Anschein nach die allerletzte Band, die dort ein Livekonzert geben wird.
Bei einer offenen Jamsession im letzten November traf Roca auf den Bassisten Marius Göbke und Christian Kunert am Schlagzeug. Alles hat gepasst und als er ihnen vorschlug, eine Band zu gründen, dauerte es keine Minute, bis der Entschluss stand. Die Harmonie erklärt sich das Trio damit, dass sie alle schon durch viele Genres und Bands getuckert sind. Göbke war als Gitarrist in verschiedenen Punk- und Rockformationen. Kunert spielte lange im Orchester und Metalbands. Die beiden sind die „Aliens“ da sie noch nicht so lang in Magdeburg verankert sind, wie Marc. Der wuchs zwar in Frankfurt am Main auf, lebt aber seit einer halben Ewigkeit in Magdeburg. Hier hat er in zahlreichen Bands Musik gemacht und vor ca. zehn Jahren sein Solo-Projekt gestartet - zumeist Akustikrock mit Lagerfeuer-Vibe.
Auch weil sie aus unterschiedlichen musikalischen Ecken kommen, passt der Vergleich mit den Aliens. Wie also kommen ausgerechnet diese drei darauf, Funkpop zu machen? Funk ist relativ komplex und verspielt, man kann sich an den Instrumenten richtig austoben. Außerdem spielen sie zwar alte und neue Marc Roca Songs, wollen aber keine Coverband sein. „Macht euch die Songs zu eigen,“ sagte Marc schon bei der erste Probe. Die Kombi verleiht allen Liedern einen neuen Anstrich, mehr Pep. Das gilt auch für die Cover von Sting bis Cindy Laupner.
In Marcs englischsprachigen Texten geht es um das Leben — Momente des Grübelns und Zweifelns, aber genauso der Freude und Liebe. Erst kürzlich erschien „Horror Clowns“, ein warnender Blick in Richtung verrückter Autokraten. Marius, Christian und er können sich vorstellen, irgendwann auch ein eigenes Album aufzunehmen. Aber bis dahin liegt der Fokus auf Konzerten. Im Flower leisten die Red Hot Mother Funkers Unterstützung als Vorband.
Wenzel Oschington irgendwo-nirgendwo.de
Flowerpower
Breiter Weg 252, 39104 Magdeburg
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Di-Sa 19-5 Uhr, So 19-3 Uhr

