© privat
Drei Generationen: Lukas, Bernd und Franz
Das Orgelspielen ist in einigen Familien durchaus eine Tradition. Bekanntestes Beispiel ist die Familie Bach. Als Johann Sebastian Bach 1703 das Amt des Organisten in Arnstadt übernahm, was das Amt bereits seit 83 Jahren in den Händen der Bachs.
Ganz so lang dauert die Liebe für das Orgelspiel bei den Zülickes noch nicht an. Angefangen hat bei ihnen alles 1959 mit Opa Bernd, der bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2012 zahlreiche Werke komponierte, u.a. das Referat Kirchenmusik im Bischöflichen Amt Magdeburg leitete und 1999 sogar zum Kirchenmusikdirektor ernannt wurde. In seine Fußstapfen ist Sohn Lukas getreten. Der Musiklehrer, der auch die Blaskapelle der St. Mariengemeinde in Sudenburg leitet, sitzt nun auch schon seit mehr als 40 Jahren an der Orgel. Und weil aller guten Dinge drei sind, setzen auch die Enkel der Familie u.a. Franz und Clara, diese Organistentradition fort.
Diesen Umstand nehmen die Zülickes jetzt zum Anlass, ein einmaliges Experiment zu wagen: sie wollen zusammen mit drei Händen und zwei Füßen den berühmten Pachelbel-Kanon, dessen Harmonien schon den Pet Shop Boys für „Go West“ als Vorlage diente. Außerdem gibt jeder einzeln sein Können in anderem Musikstil zum besten, wobei sich alte Musik und junge Organisten durchaus mischen. Und für welches Musikinstrument sich die vierte Generation, die, so hört man, schon fleißig mit der Triangel übt, später einmal entscheiden wird, lässt sich schon erahnen.

