© Gotthard Demmel
Der Dom-Remter ist Schauplatz der Passionskonzerte
Gut fünfhundert Jahre ist es her, dass Mönche im einstigen Refektorium ihre Mahlzeiten einnahmen. Die gut 45 Meter lange spätgotische Halle wird durch zehn doppeljochige Kreuzrippengewölbe überspannt, die von einer Reihe antiker Marmorsäulen getragen werden. Das Besondere aus heutiger Nutzungssicht: die Halle ist von relativ geringer Höhe, was sie orgelbautechnisch, akustisch nicht leicht handhabbar macht, besonders wenn man hier Konzerte veranstalten möchte.
Nichtsdestotrotz verzaubert der Dom-Remter mit seinen oft zauberhaften Lichtstimmungen, die dem Raum eine warme und schöne Atmosphäre verleihen und letzlich den passenden Rahmen für Kammermusikabende bietet, bei denen die Gäste mittendrin sind und den Klang und die Musiker unmittelbar erleben können.
Das erste von zwei Passionskonzerten gestalten Yoichi Yamashita, 1. Konzertmeister der Magdeburgischen Philharmonie an der Violine und Christian Otto an der Orgel erstmals gemeinsam. Mit Werken von Tomaso Vitali, Johann Sebastian Bach und Joseph Gabriel Rheinberger zeigen sie so die Klangschönheit der beiden Instrumente im Zusammenspiel.
Eine Woche später präsentieren Bariton Stefan Adam und Dietrich Modersohn an der Orgel mit dem Titel: „Wir sehen jetzt durch einen Spiegel“ musikalische Welten mit Stücken von Johannes Brahms und seinen Vier ernsten Gesängen sowie Stücken von Antonín Dvorak und Franz Liszt.

