© Christian Nikita Chubarov
Christian Nikita Chubarov, Jonas Lübcke und Colin Ihle von der „Wagenhalle 11“
Zu DDR-Zeiten wurde es vom VEB Taxi genutzt, dann stand es lange Zeit leer. Geht man heute durch den Eingang des alten Backsteingebäudes der Wagenhalle, landet man in einem gemütlich-rustikalen Raum mit kreativen Köpfen und modernen Ideen für die Magdeburger Kultur.
„Wir sind ein Verein und Freundeskreis aus kunst- und kulturinteressierten Leuten, die zum Großteil selbst alle kreativ und kunstschaffend sind“, sagt Jonas Lübcke. Er ist selbst seit drei Jahren Mitglied im Verein „Wagenhalle 11“. Seit der Gründung im Jahr 2019 tüfteln die Mitglieder regelmäßig an den vielen Baustellen des Hauses, um einen Ort der Kunst und Kultur daraus erschaffen zu können. Seit dem letzten Jahr macht sich die handwerkliche Arbeit bezahlt und ein Teil des Gebäudes kann fortan für Veranstaltungen genutzt werden. Vor allem soll talentierten und aufstrebenden Künstlern eine Bühne für ihre Werke gegeben werden.
Beim Festival im Mai bietet die Wagenhalle den Besuchern eine Galerie für Malereien, eine Leinwand für dokumentarische, fiktionale oder experimentelle Kurz- und Amateurfilme, einen Austausch mit den Filmemachern und eine Bühne für Live-Musik von lokalen Newcomern und kleinen Bands. Auf dem Hof wird in der Grillhütte gebrutzelt. Wer einen süßen Zahn hat, kann am Kaffee- und Kuchenstand auf seine Kosten kommen. Zudem wird die neue Graffiti-Wand von Künstlern live eingeweiht werden, die sich für die Bild-Harmonie an ein vorgegebenes einheitliches Farbschema halten sollen. Besonders spannend wird es für diejenigen, die selbst eine der gestellten Dosen in die Hand nehmen und sich beim dafür vorgesehenen Wand-Abschnitt beim Sprayen ausprobieren.
Wer neugierig ist, kann sich einen Eindruck vom Gesamtprojekt und den Baustellen machen und das Projekt gegebenenfalls mit einer Spende unterstützen.

