© Ronge
Die turbulente Wechselzone ist beim Team-Tri für Athleten wie Zuschauer höchst interessant
Es war eine spleenige Idee, die 1988 ein Grüppchen Sportbegeisterter um Jürgen Tempel in die Tat umsetzte. Bei ihrem Staffel-Wettkampf im Triathlon musste ein Athlet schwimmen, der nächste aufs Rad steigen, der Dritte schließlich lief. Als der Wettkampf 1991 ans Strandbad Barleber See umzog, änderten sich die Regeln. Fortan musste jeder Athlet die drei Disziplinen absolvieren – einzeln hintereinander. Also neun Teilstrecken. Der Staffelmodus machte die Sache auch für „Normalsportliche“ interessant, nach jedem Wechsel bleibt Zeit zum Verschnaufen und zum Erleben des Wettkampfes. Am spannendsten sind die Vorgänge in der Wechselzone, wo es durchaus turbulent zugeht.
Für die Fangemeinde des Triathlon-Sports ist der Team-Tri alljährlicher Abschluss der Saison. Nachdem es im letzten Jahr wegen der großflächigen Bauarbeiten im Strandbad nur einen Ersatzwettkampf am Jersleber See gab, wird der Team-Tri heuer wieder an alter Stätte und zum 35. Mal ausgetragen. Er gehört damit zu den ältesten Volkssportwettkämpfen des Landes.
Die Strecken betragen für jeden Athleten je 500 m Schwimmen, 21 km Rad und ein 5 km Lauf um den See. Obwohl unter den maximal 100 Teams viele nur aus Spaß mitmachen (und ihrem Team entsprechende Spaßnamen geben), wird es harte Kämpfe um den Gesamtsieg geben, denn der einzige Team-Triathlon in Sachsen-Anhalt ist auch Landesmeisterschaft, zugleich zieht er Topteams aus Städten wie Wolfsburg, Leipzig oder Potsdam an.
36. Riemer-Team-Triathlon am 14. September, ab 10 Uhr
© Philipp Schöner
