© Rosi
Muay Thai ist der Nationalsport Thailands
Ein Kämpfer steht barfuß auf der Matte des Rings und trägt den Mongkon, das traditionelle thailändische Stirnband. Als die Sarama-Musik einsetzt und die Halle mit typischen Klängen erfüllt, beginnt sich der Kämpfer langsam zu bewegen. Ein Tanz, welcher von jahrhundertalter Tradition erzählt. Es ist der Wai Kru, das Ritual vor einem Muay-Thai-Kampf, um tiefen Respekt und Dankbarkeit gegenüber Trainern, Eltern und dem Sport auszudrücken. Diese einzigartige Atmosphäre möchte der „Thai‘n‘Roll“ Muay Thai Club aus Sudenburg zeigen und Amateur- und Nachwuchswettkämpfern im Muay Thai und K1 eine Bühne bieten.
Aus ganz Deutschland haben sich bereits Sportler angemeldet, darunter Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder. Geplant ist neben den etwa 12 bis 15 Kämpfen auch eine Krabi-Krabong-Vorführung zweier Kämpfern aus Fulda, welche spektakuläre Showelemente mit Waffen enthält. Für Trainer Daniel Roßwinkel, liebevoll Rosie genannt, ist Muay Thai weit mehr als Schläge und Tritte. „Jeder hat ein anderes Empfinden in seinem Kampfsport oder seiner Kampfkunst. Aber das kulturelle Zelebrieren im Muay Thai hat mich schon immer gepackt“. Um dieser Tradition nah zu bleiben, reisen einige Trainer der Kampfschule regelmäßig nach Thailand, um bei anerkannten Schulen zu trainieren. Mittlerweile ist der Verein Mitglied der Kru Muaythai Association Thailand und damit eine offizielle Muay-Thai-Schule.
Mit fünf weiteren Trainern gründeten Rosie und Rischad Ortmann, ehemaliger deutscher Muay Thai Meister, 2014 den Verein. Ziel ist es, mit Events wie dem anstehenden Wettkampf zu zeigen, was diese Sportart ausmacht und eine professionelle, faire und sichere erste Bühne zu bieten sowie den Nachwuchs zu fördern.
