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Benjamin Langer beim Kreuzheben
Vor fünf Jahren öffnete Dr. Andreas Günther die Scheune seines Bauernhofs fürs Powerlifting. Eines Tages eine Weltmeisterschaft in der Mittellandhalle auszutragen, wäre eine irrwitzige Vorstellung gewesen. Doch sein Verein, die Schwerathletikscheune Barleben, wuchs stetig weiter und war im März Gastgeber der Internationalen Deutschen Meisterschaften. „In einem kleinen Ort wie Barleben jetzt die WM auszurichten, macht mich stolz und bedeutet große Verantwortung“, sagt Günther. Neben den Wettkämpfen hat er eine Empfangszeremonie für die Athleten aus rund 20 Ländern, Orchesterauftritte und ein Abschlusskonzert von „Hellet“ organisiert.
Der 62-Jährige ist selbst noch aktiv und drückte im Juni mit 167 kg einen Weltrekord seiner Alters- und Gewichtsklasse im Equipped-Bankdrücken. Neben rohem und Hilfsmittel-unterstütztem Bankdrücken prägen mit Kreuzheben und Strict Curl ausschließlich beliebte Gym-Übungen die Sportart. „Dadurch hat Powerlifting das olympische Gewichtheben in der Aufmerksamkeit fast überholt“, erklärt Günther, denn jeder kann sich mit den Profis messen. Allerdings sieht er mangels Kontrollen ein Dopingproblem: „Ich stehe für eine saubere Form des Sports und das erwarte ich auch von meinen Jugendlichen.“ Die Altersklassen beginnen bereits bei 16 Jahren.
Ein weiteres Vorbild für den Nachwuchs ist Benjamin Langer. Im März drückte er mit 400 kg auf der Bank eine Marke, die dem ein oder anderen Fahrstuhl bereits zu viel wäre. Auch für die WM ist der Barleber Titelanwärter der offenen Klasse.
