© Markus Toppmoeller
Maximaler Kurvenspeed ist nur mit Gewichtsverlagerung drin
Während der Fahrer das Gespann mit maximaler Geschwindigkeit über den Asphalt jagt, schwebt der Beifahrer nur Zentimeter über den Asphalt und muss in den Kurven das Gewicht verlagern. Was man früher vielleicht als gemütliche Mitfahrgelegenheit kannte, hat der Motorsport zu aerodynamischen Tiefliegern gezüchtet, die gerade in engen Kurven beeindruckendes Tempo vorlegen.
Beim „Sidecar Festival“ in der Motorsport Arena geht es um nicht weniger als die diesjährige Weltmeisterschaft. Denn die beiden finalen Läufer zur FIM Sidecar World Championship werden an diesem Wochenende ausgetragen. Was im April in Le Mans begann und sich über Rennen in Kroatien, Italien und den Niederlanden zuspitzte, endet nun auf deutschem Boden inklusive der anschließenden Krönung des neuen Weltmeister-Duos.
Über das Wochenende werden weitere Seitenwagen-Rennserien ausgetragen, darunter die Internationale Sidecar Trophy und der Northern Sidecar Cup, bei denen mit speziellen Fahrzeugskeletten gefahren wird. Und im Camathias Cup messen sich die klassischen Seitenwagen mit Frontausstieg.
Geradezu historisch wird es bei den Demonstrationsfahrten. Von modernen Fahrzeugen mit 2-Takt-Motoren und Heckausstieg, über frühere Rennmaschinen bis hin zu „Opas Straßengespann“ ist alles dabei, was das Motorsport-Herz begehrt.
